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Some philosophers have imagined that to start an inquiry it was only necessary to utter a question whether orally or by setting it down upon paper, and have even recommended us to begin our studies with questioning everything! But the mere putting of a proposition into the interrogative form does not stimulate the mind to any struggle after belief. There must be a real and living doubt, and without this all discussion is idle.

(Charles Sanders Peirce, Collected Papers 5.376).

(Post-)Technokratie, Technikkritik & Reform der Pädagogik

Wenn es stimmt, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eine besonders ausgeprägte Skepsis und Ablehnung gegenüber digitalen Medien im Kontext von Bildung vorherrscht, dann wäre das erklärungsbedürftig. Eine mögliche Erklärung liegt in der jüngeren historischen Entwicklung der Pädagogik in Deutschland und den auf Technik bezogenen sozialen Deutungsmustern. Geisteswissenschaftliche Pädagogik Die Geisteswissenschaftliche Pädagogik bestimmte ungefähr von 1920 – 1970 unter verschiedenen Vorzeichen den pädagogischen Diskurs in Deutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg positionierten sich ihre … Weiterlesen (Post-)Technokratie, Technikkritik & Reform der Pädagogik

Hegel lesen

Ich beisse mir schon seit eingen Jahren die Zähne an der Phänomenologie des Geistes von Hegel aus. Mittlwerweile bin ich auf den letzten hundert Seiten angekommen. Zwischendurch lag das Buch immer lange herum. Und wenn die Lesepause länger als ein paar Tage andauerte, musste ich die letzten zehn Seiten nochmal lesen, um den Einstieg wieder zu finden. Das glich manchesmal der Echternacher Springprozession: fünf Seiten vor und zehn zurück. Die Phänomenologie zu lesen hat ein … Weiterlesen Hegel lesen

Beschämung, Leistungsdruck und Anerkennung in der Pädagogik

In pädagogischen Einrichtungen gibt es vielfältige Situationen, in denen Beschämungen statt finden. Es handelt sich dabei um Formen psychischer Gewalt wie „Machtmißbrauch, Diskriminierung, Kränkung, Bloßstellung, Erniedrigung und Ausgrenzung“ (Hafeneger 2013, S.11). Der Erziehungswissenschaftler Hafeneger weist darauf hin, dass diese Gewalt gerade in ihren subtilen Formen auch in professionell-pädagogischen Verhaltensweisen wie „Ignorieren, Vernachlässigen, ungerechte[r] Behandlung, bestimmte Formen der Nachrede, Einreden von fehlender Begabung, Beschämung wegen Persönlichkeits- und Herkunftsmerkmalen, Lächerlich- oder Fertigmachen, Vorführen, Bloßstellen oder auch Belasten … Weiterlesen Beschämung, Leistungsdruck und Anerkennung in der Pädagogik

Konstitutive antinomische Strukturen des pädagogischen Handelns (Teil 2)

Zu Teil 1 Der folgende Text basiert auf den sechs Hinweisen zum digitalen Fernunterricht von Axel Krommer, Wanda Klee und Phillip Wampfler (Originaltext blau). Angeregt wurde er durch den Blogbeitrag Didaktische Schieberegler. Oder: (Distanz-)Lernen und pädagogische Antinomien von Axel Krommer. Interaktion vs. Organisation So viel Peer-Feedback wie möglich, so viel Feedback von Lehrenden wie nötig Die Frage nach der Bewertung und Prüfungsrelevanz der Aufgaben, die die Lehrerinnen und Lehrer während der Zeit des Distanzlernens stellen, … Weiterlesen Konstitutive antinomische Strukturen des pädagogischen Handelns (Teil 2)

Auswirkungen der Krise auf den digitalen Wandel in Bildungseinrichtungen – 5 Hypothesen

1. Die Krise erzeugt eine Erschütterung von (Handlungs-)Routinen. Die gegenwärtige Ausnahmesituation führt zu einer Erschütterung von bestehenden Handlungsroutinen von Lehrkräften. Mit Oevermann lassen sich verschiedene (Ideal-)Typen von Krisen unterscheiden (traumatische Krise, Krise durch Muße, Entscheidungskrise). Es wäre zu untersuchen wie diese krisenhafte Situation sich im Einzelfall darstellt und wie sie konkret bewältigt wird. 2. Eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung im eigenen professionellen Handeln wird durch die Krise erzwungen. Die erzwungene Situation des Fernunterrichts erfordert eine … Weiterlesen Auswirkungen der Krise auf den digitalen Wandel in Bildungseinrichtungen – 5 Hypothesen

Konstitutive antinomische Strukturen des pädagogischen Handelns (Teil 1)

Der folgende Text basiert auf den sechs Hinweisen zum digitalen Fernunterricht von Axel Krommer, Wanda Klee und Phillip Wampfler (Originaltext blau). Angeregt wurde er durch den Blogbeitrag Didaktische Schieberegler. Oder: (Distanz-)Lernen und pädagogische Antinomien von Axel Krommer. <p class="has-text-align-left" value="<amp-fit-text layout="fixed-height" min-font-size="6" max-font-size="72" height="80">Das Lehrerhandeln ist durch grundlegende antinomische Strukturen bestimmt (vgl. Helsper 1996). Diese Strukturen gelten selbstverständlich auch für das Distanzlernen, dort bekommen sie eine besondere Akzentuierung. Es sind Verschiebungen und eventuell auch Verstärkungen … Weiterlesen Konstitutive antinomische Strukturen des pädagogischen Handelns (Teil 1)


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